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Spanien

Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren Kelten & Iberer, nach denen ebenfalls Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrh&ert v. Chr. siedelten sich Phönizier an der Südküste an; berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (von phönizisch "Ishapan" = "Küste der Klippschliefer"; was Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land ebenfalls durch jahrh&ertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als ebenfalls in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) & der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.

Andalusien + Al-Andalus

Zur Herkunft des Namens Andalusien, spanisch Andalucía, der aus der von den zu Beginn des 8. Jahrh&erts einfallenden Mauren benutzten Bezeichnung Al-Andalus hervorging, gibt es verschiedene Deutungen.

Eine populäre, aber unter Historikern heute kaum mehr vertretene Ansicht führt das arabische Al-Andalus auf den Namen der Vandalen zurück, im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrh&ert Zwischenstation im Süden der iberischen Halbinsel machten.

Eine andere Theorie leitet Al-Andalus von landa-hlauts – gesprochen landalos – ab, dem Namen, den Westgoten der früheren römischen Provinz (Hispania) Baetica gegeben hatten - das an "Landlosen" verteilte Land. Schließlich gibt es Herleitung vom arabischen al-an'dallus, das sich als ein Garten übersetzen lässt & angesichts der im Verhältnis zu Nordafrika weit fruchtbareren iberischen Halbinsel als naheliegende Namensgebung erscheint.

Der lateinische Name Andalusiens lautete Hispania Baetica, benannt nach dem Großen Fluss Baetis (ebenfalls: Betis), dem Araber später seinen bis heute bestehenden Namen Guadalquivir gaben.

Zu Zeiten der römischen Herrschaft in Hispanien lernten Andalusier schnell lateinische Sprache & vertrugen sich recht gut mit den römischen Legionären. Diese überwinterten mit Vorliebe in sem wärmsten Teil der Iberischen Halbinsel. In der fruchtbaren Ebene des Guadalquivir wurden schließlich zahlreiche römische Niederlassungen gegründet, aus denen sich später große Städte nach römischem Vorbild entwickelten. So wurde Andalusien zu einer urbanen Region, & viele Bewohner ses Landstriches erhielten sogar römische Staatsbürgerschaft. Außerdem richteten Römer Schifffahrtswege über Flüsse & Meereshäfen ein & bauten Landstraßen, um Gemüse & Obst von hier nach Italien & in andere Provinzen zu bringen. Auch das Christentum fasste hier im 4. Jahrh&ert Fuß.


In der Spätantike, als das Weströmische Reich Auflösungserscheinungen zeigte, fielen zu Beginn des 5. Jahrh&erts Vandalen & andere germanische Stämme in Hispanien ein. Nach der Mitte des 5. Jahrh&erts eroberten Westgoten Hispanien & begründeten ein eigenes Reich mit der Hauptstadt Toledo. Im 6. Jahrh&erts wurden Teile Andalusiens von den Byzantinern besetzt, sich jedoch zu Beginn des 7. Jahrh&erts zurückziehen mussten. 711 überschritten Araber Meerenge & eroberten binnen weniger Jahre den Großteil des Westgotenreichs (siehe ebenfalls Islamische Expansion).

Andalusien stand von allen spanischen Regionen am längsten unter arabischer Herrschaft. Ihre Blüte erreichte se unter dem Emirat von Córdoba, dem Kalifat von Córdoba sowie den Nasriden in Granada. Die Einflüsse der Muslime sind ebenfalls heute noch vor allem in der Architektur zu sehen: Alhambra in Granada, Mezquita in Córdoba, Giralda in Sevilla. Die Herrschaft der Mauren in Spanien wurde durch Reconquista 1492 in Granada beendet.

Costa del Sol

Die Costa del Sol (dt: Küste der Sonne) ist eine Küste im Süden Spaniens (Andalusien) Im Osten schließt sie an Costa de Almería & im Westen, getrennt durch Straße von Gibraltar, an Costa de la Luz an. Bei über 300 km Gesamtlänge umfasst sie Mittelmeerstrände der andalusischen Provinzen Málaga, Cádiz & Granada.

Das subtropische Klima sorgt ganzjährig für angenehme Temperaturen & Küste ist zusätzlich durch Bergketten vor Nordwinden geschützt.

Seit den 1960er Jahren entwickelte sich Costa del Sol dank des Klimas & der mehr als 320 Sonnentage pro Jahr zu einem beliebten internationalen Tourismusziel. Heute prägen eine Vielzahl von Hotelanlagen & umfangreiche Sportmöglichkeiten das touristische Angebot. Zentren des Tourismus sind westlich von Málaga der Küstenabschnitt von Torremolinos/Benalmádena über Marbella bis San Pedro de Alcantara & im Osten Málagas Küste zwischen Torre del Mar & Nerja (manchmal ebenfalls Costa Tropical genannt).

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